Kleine Teilchen, große Wirkung

Nachdem lange Zeit der Stabilitätsfaktor im Vordergrund des Trainings gestanden hatte, konnte endlich der Schwierigkeitsgrad der Übungen heraufgesetzt werden. Das zeigte bei den Münsterlandmeisterschaften am vergangenen Wochenende in Ochtrup große Wirkung.

Allen voran Hannah Giebing, die ihre Saison da beginnt, wo sie im letzten Jahr aufgehört hatte, auf dem ersten Platz.

„ Nur deutlich souveräner, nämlich mit ganzen zwei Punkten Vorsprung“, freuten sich die ATV Trainer Jana Wiethof und Udo Peuker.

Mit Ausnahme vom Stufenbarren, wo sie mit 12,0 Punkten „nur“ Rang drei belegte, konnte Giebing an allen Geräten die Konkurrenz distanzieren, am Schwebebalken sogar um einen ganzen Punkt. Insgesamt erturnte sie 49,35 Punkte.

Aber auch Lea Kähning präsentierte sich von ihrer besten Seite und kam mit 45.65 Punkten auf Rang sechs. Wie Giebing zeigte Kähning am Schwebebalken ihre beste Kürübung, was den Trainingsschwerpunkt der letzten Wochen widerspiegelt.

Eine eher mittelmäßige Leistung bot Lana Kopenhagen, die beim Münsterlandcup im Herbst noch Rang drei belegt hatte, jetzt aber mit 3,7 Punkten weniger auf Platz zehn landete. Während ihre Teamkolleginnen am Schwebebalken Bestleistungen zeigten, musste Kopenhagen mit drei Absteigern einen regelrechten Absturz hinnehmen, der bei ansonsten akzeptablen Übungen aber wettkampfentscheidend war. (7,6 Punkte)

Erstmalig bei den Meisterschaften dabei waren Josephine Kister und Xenia Bernhard, die ihren Wettkampf bereits am Samstag absolvieren mußten. Kister platzierte sich mit 40,8 Punkten in ihrem Jahrgang auf dem 13.Platz, Bernhard kam mit 42,8 Punkten auf Rang 19 . Beide hatten am Schwebebalken einen Absteiger, konnten aber am Boden ( Bernhard 11,85 Punkte) bzw. am Stufenbarren (Kister 11,9 Punkte) einiges wieder gut machen.

Alles in allem ein Wettkampf, der die Trainer zufriedenstellte und den positiven Aufwärtstrend der ATV Kunstturnerinnen noch einmal unterstrich.